Die Vereinsjugend in Wiesloch
Am 16.5 organisierte der Verein aus Wiesloch, in Kooperation mit den Breitenschachreferenten aus Baden und Württemberg, zum ersten Mal in Baden eine Amateurmeisterschaft und sein dazugehöriges Jugendturnier. Das Format, das in anderen Regionen und unter anderem in Württemberg verbreitet ist, gibt Spielern die Möglichkeit, innerhalb eines Tages gegen 3 DWZ-ähnlich starke Gegner zu spielen. Parallel finden Turniere für Anfänger in den Altersklassen U12, U10, U8 statt, so dass jeder Schachbegeisterte ein maßgeschneidertes Angebot bekommt. Von Offenburg nahmen 4 Kinder für diesen Tag die lange Fahrt auf sich.
Im Jugendturnier nahmen Theo Portscheller und Louka Fosso Djateng teil. Beide bestritten nach jeweils 1 bzw. 2 Mannschaftskämpfen ihr erstes Turnier, und waren dabei durchaus erfolgreich. In der U8 erspielte sich Louka ein Ergebnis von 1,5/5. Obwohl er die Notation kaum geübt hat, konnte er in seinem jungen Alter die Partien so erfassen, dass 4 von 5 analysiert werden können. Leider ging dies teilweise zulasten der Spielqualität (insbesondere Runde 2 und 3, in denen die Gegner nicht mitschrieben), wobei das Turnier für ihn ein gutes Training für die Zukunft war - nächste Saison ist er in der U8-Klasse noch spielberechtigt, und wird sicherlich die eine oder andere Runde in der Jugendliga aufgestellt.
In der U10 konnte Theo ein Endergebnis von 2/5 erreichen. Die 50%-Marke hätte er überschreiten können, als er in der letzten Partie eine Mattstellung gewissenhaft aufbauen konnte. Leider traute er sich nicht, seinen Turm für die Mattkombination zu opfern, und gab sich nach dem langen Tag schließlich geschlagen. Auch er konnte wichtige Erfahrungen sammeln, nächstes Jahr geht es wieder in die U10-Klasse, zudem wird er Stammspieler in der Jugendliga sein.
In den DWZ-Gruppen nahmen Daniel Baumgärtner und Dhruv Rathore teil. Mit 1/3 lief Daniels Turnier unter den Erwartungen. In der ersten Partie zögerte er zu lange, die Rochade zu spielen. Durch aktives Spiel im Zentrum konnte sein Gegner davon profitieren. In der zweiten Partie übersah er zwar einen einfachen Gewinn, aber der Gegner spielte das Damenendspiel ungenau. Somit konnte Daniel Nutzen vom a-Freibauer machen, um den Sieg zu holen. Die dritte Partie war durch leicht ungenaues Spiel auf beiden Seiten lang ausgeglichen. Gegen das Ende nahm Daniel den Mattangriff seines Gegners nicht völlig wahr, bis diesen nicht mehr abzuwehren war.
Bei Dhruv fiel das Ergebnis mit 2 Siegen besser aus, allerdings ist vom Wochenende wenig mitzunehmen. Die zwei Punkte erhielt er zwar durch solides Spiel, waren aber auch dem unvorsichtigen Spiel der Gegner zu verdanken. In der dritten Partie musste er sich gegen den klaren Sieger seiner Gruppe geschlagen geben, wobei auch da die Spielqualität seinen üblichen Standards nicht entsprach.
Es ist allerdings für den Verein insgesamt befriedigend, dass die Turnierbereitschaft unter den jüngsten Teilnehmern wächst, und dies trotz langer Anfahrten. Der Verein gratuliert seinen jungen Spielern zu den jeweiligen erzielten Ergebnissen, sowie zu ihrem fairen und konzentrierten Verhalten am Brett!

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